Die Idee für die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) entstand bereits im Jahr 1952. Damals wurde der Gedanke an ein einheitliches Europa wiederbelebt und zwar unter anderem durch Jean Monnet, durch Paul-Henri Spaak oder durch Willem Beyen. Die europäische Kooperation sollte ihrer Meinung nach am besten auf dem wirtschaftlichen Gebiet erfolgen, denn die Zusammenarbeit im militärischen und im politischen Bereich war bislang nicht von Erfolg gekrönt.
Im Jahr 1955 fand die Konferenz von Messina statt, auf dem verschiedene Außenminister die allgemeine wirtschaftliche Einigung der einzelnen Volkswirtschaften beschlossen. Ein gemeinsamer Markt sollte geschaffen werden. Hier war die EGKS, die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl, maßgeblich beteiligt. Insgesamt waren dabei sechs Staaten vertreten, die sich bei den Verhandlungen zu Zollschranken, Dienstleistungsverkehr und anderen Punkten einigen mussten. Zugleich wurde hierbei eine Einigung in Bezug auf die Zusammenarbeit im Nuklearbereich erwirkt.
Am 25. März 1957 wurde dann der Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft geschlossen, außerdem der Europäische Atomgemeinschaftsvertrag. Unterzeichner waren Frankreich, Italien, Deutschland, Belgien, Luxemburg und die Niederlande. Bekannt wurden die Verträge als die Römischen Verträge, die ab 1958 in Kraft traten.
Im Juni 1961 entstand das so genannte Assoziierungsabkommen mit Griechenland. Im gleichen Jahr stellen Irland, Großbritannien und Dänemark einen Antrag auf Aufnahme in die EWG, allerdings war Frankreich gegen eine Aufnahme. Die Verhandlungen wurden dann mit den Ländern abgebrochen. 1965 wurde der Vertrag zur Einsetzung eines gemeinsamen Rates und einer gemeinsamen Kommission der Europäischen Gemeinschaften unterzeichnet und es erfolgte eine Zusammenlegung von EWG, EGKS und Euratom. 1967 stellte Großbritannien erneut einen Aufnahmeantrag, auch Dänemark, Norwegen und Schweden beantragten die Aufnahme.
1992 wurde der Vertrag von Maastricht unterzeichnet und in dem Zuge wurde die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft zur Europäischen Gemeinschaft und wurde so eine Säule der Europäischen Union. Mit der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft war es also möglich, eine Zusammenarbeit der Länder zu erreichen und die Wirtschaft in ganz Europa zu fördern.